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Projektteam

v.l.n.r.: Izabel Barros, Vera Ryser, Fatima Moumouni, Bernhard C. Schär, Angela Wittwer (Foto: Dres Hubacher). Es fehlt: Esther Poppe


v.l.n.r.: Vera Ryser, Bernhard C. Schär, Angela Wittwer, Esther Poppe, Izabel Barros (Foto: Stefan Wermuth). Es fehlt: Fatima Moumouni


Seit 2021 besteht das Projektteam aus:
Izabel Barros
Izabel Barros (São Paulo / Piauí) studierte Geschichte in Brasilien und der Schweiz, ist Aktivistin und arbeitete zwischen 2013 und 2020 als Projektleiterin für verschiedene Projekte in Brasilien sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Stiftung Cooperaxion. Derzeit arbeitet sie als Programmverantwortliche für feministische Friedenspolitik bei cfd – Die feministische Friedensorganisation und begleitet die Advocacy-Arbeit für die von Landkonflikten betroffenen Comunidades Quilombolas im Bundesstaat Maranhão im Rahmen des Maracá-Projekts, an dem der Verein Taoca in Zürich als Partner beteiligt ist. Sie ist Mitinitiatorin des Living Room, einem noch jungen, selbst organisierten Community Space in Bern und Mitglied des Berner Rassismus Stammtisch. Sie ist Doktorandin an der Universität Lausanne mit den Schwerpunkten in Gender, Sklaverei und die Verflechtungen zwischen Brasilien und der Schweiz im 19 Jahrhundert.

Fatima Moumouni
Fatima Moumouni, ist Moderatorin, Kolumnistin und Spoken Word Poetin und seit Ende 2011 auf verschiedensten Bühnen international sowie im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs. Nebst Soloauftritten ist sie zusammen mit Laurin Buser im Duo «Zum Goldenen Schmied» unterwegs, mit dem sie 2019 den Teamwettbewerb der deutschsprachigen Meisterschaften und den Salzburger Stier 2022 gewannen. Derzeit touren die beiden mit dem gemeinsamen Programm GOLD. Seit Ende 2015 gibt Fatima Moumouni zusammen mit dem Künstler Dean Ruddock eigens konzeptionierte Antirassismus-Workshops mit Fokus auf Sprache. In der Gessnerallee Zürich moderiert Moumouni ihre Gesprächsreihe «DIE NEUE UNSICHERHEIT. Disco edition», ein Plädoyer für mehr Raum für Unsicherheit auf öffentlichen Bühnen als Motor für progressivere Diskurse. Zuvor hat sie die konzeptionelle Vorgängerin der Reihe «Das Ende der Sicherheit» im Theater am Neumarkt Zürich moderiert. Für SRF Virus und SRF 2 moderierte sie mit Laurin Buser die Talksendung TABULA RASA. Zusammen mit Ugur Gültekin ist sie Host einer Postmigrantischen Late Night Show. In München aufgewachsen, holte sie sich vor 8 Jahren endlich den Migrationshintergrund, den ihr alle immer zuschreiben und zog für ihr Studium der Sozialanthropologie, Philosophie und Volkswirtschaft in die Schweiz. Seither betrachtet sie diese durch das transparente Plastik ihrer Ausländerausweishülle.
www.fatimamoumouni.com


Esther Poppe
Esther Poppe arbeitet an den Schnittstellen zwischen Kunst, Kuration, Forschung und Kunstvermittlung. Mit einer Praxis, die Dilettantismus, disziplinären Ungehorsam, Strategien der Verweigerung, des Rückzugs, und Dissonanzen einsetzt, untersucht sie die Entstehung und den Zusammenbruch von Ordnungssystemen. Sie war tätig als Choristin bei der documenta 14 in Kassel & Athen; Mitglied des Performance-Kollektivs Opencreek Hotel, bei TERRARISTA TV – eine von Künstler*innen betriebene Onlineplattform, Everyme Adana in der Türkei; Co-Kuratorin bei der New Alphabet School am Haus der Kulturen der Welt in Berlin; Fellow bei RAW Material Company in Dakar, Senegal und CONTEMPORARY UND (C&), eine Plattform für internationale Kunst aus afrikanischen Perspektiven. Seit 2013 ist sie als Kunstvermittlerin am Weltkulturen Museums sowie dem Museum für Moderne Kunst in Frankfurt tätig. Bis 2019 war sie Mitwirkende des Forschungsprojekts «TRACES – transmitting contentious cultural heritages», aus dem die Publikation Das Museum verlernen? Kolonialität und Vermittlung in Ethnologischen Museen, Band 2: Praxen und Reflexionen kritischer Bildung und Wissensproduktion erschienen ist, und Materia Abierta, ein unabhängiges Forschungsprogramm zu Theorie, Kunst und Technologie in Mexiko-Stadt. Zurzeit ist sie Mitwirkende des Vermittlungsprogramms der Ausstellung «RESIST!» am Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln und Projektkoordinatorin von Arts Educators in Residence by CAMP notes on education im Rahmen der Bildung und Vermittlung der documenta fifteen in Kassel.

Vera Ryser
Vera Ryser, geboren in Basel, lebt und arbeitet in Zürich. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Genf (BA) und an der Freien Universität Berlin (MA) und arbeitet heute als unabhängige Kuratorin, Ausstellungsmacherin und Literaturwissenschaftlerin an transdisziplinären Projekten zwischen Recherche, Vermittlung und Kunst. Sie beschäftigt sich mit dekolonialen Praktiken, feministischen Widerstand und migrantischen Diskursen und strebt danach, diese Themen über die vermeintlich klaren Grenzen von Praxis und Theorie hinweg zu aktualisieren. Sie kooperiert mit Künstler*innen, Forscher*innen und Alltagsexpert*innen und ist Dozentin für Kunst- und Kulturtheorie im BA Szenischer Raum an der Zürcher Hochschule der Künste. 2018 kuratierte sie ein Diskussions- und Ausstellungsprojekt über ein Wandgemälde mit kolonialen Stereotypen im Bahnhof Wiedikon in Zürich. 2018–2020 kuratierte sie zusammen mit Sally Schonfeldt die Ausstellung «Stimmen aus einer archivierten Stille» über die kolonialen Verstrickungen von Basler Museumssammlungen im Foyer des Theater Basel. Seit 2022 ist sie Teil des Kollektivs Studio for Memory Politics, das sich um eine transozeanische Erinnerungspolitik bemüht, die sowohl Leerstellen und Risse wie auch mögliche Dialoge in einer postkolonialen Welt artikuliert.
www.veraryser.ch


Bernhard C. Schär
Bernhard C. Schär, Dr. phil., geboren 1975 in Pittsburgh (USA), ist Professor für Geschichte an der Universität Lausanne und Lehrbeauftragter der Fernuniversität Schweiz. Zwischen 2014 und 2019 war er Oberassistent an der ETH Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Globalgeschichte Europas und der Schweiz sowie der Geschichte des niederländischen Kolonialreichs in Südostasien. Zu seinen Publikationen zählen: Tropenliebe : Schweizer Naturforscher und niederländischer Imperialismus in Südostasien um 1900, Frankfurt am Main: Campus, 2015; «Switzerland, Borneo and the Dutch Indies: Towards a New Imperial History of Europe, c.1770–1850», in: Past & Present, 08.02.2022, Onlinetext; «Ein Zweifaches Ringen um Anerkennung: Zur Geschichte und Gegenwart des (Anti-)Rassismus in Der Schweiz», in: Caritas Schweiz (hg.): Sozialalmanach 2018: Das Caritas-Jahrbuch zur sozialen Lage der Schweiz. Schwerpunkt: Wir und die Anderen: Nationalismus, 2018, 159–176.
Profil bei der Université de Lausanne


Angela Wittwer
Angela Wittwer, geboren 1987 in Bern, ist Künstlerin, Grafikerin und Autorin. Seit 2011 ist sie als Co-Redaktorin und Redaktorin an verschiedenen Publikationen beteiligt, u.a. für Maria Eichhorn, die Shedhalle Zürich, das Bundesamt für Kultur und die Zürcher Hochschule der Künste. 2012 erhielt sie den Kulturförderpreis der Stadt Thun in der Sparte Bildende Kunst. In kollaborativen Zusammenhängen war sie an Gruppenausstellungen u.a. 2010/11 im Kunstmuseum Thun, 2011 im Neuen Berliner Kunstverein n.b.k., 2015 im Helmhaus Zürich und 2016 in der Kunsthalle Zürich beteiligt. Im Jahr 2016 erarbeitete sie in Kollaboration mit Stefanie Knobel mit A heavy, heavy duty eine Ausstellung bei Les Complices* u.a. zu kolonialen Verstrickungen von Schweizer Baumwollhändlern und -produzenten im 19. Jahrhundert. 2020 zeigte sie in Zusammenarbeit mit Rahmat Arham in der Ausstellung «Stimmen aus einer archivierten Stille» am Theater Basel eine Gegenerzählung aus der Perspektive einer Sulawesischen antikolonialen Widerstandskämpferin des 19. Jahrhunderts. 2022 war sie mit Rahmat Arham an der digitalen Ausgabe des Contemporary Art Festival Colomboscope in Colombo, Sri Lanka beteiligt. Seit 2022 ist sie Teil des Kollektivs Studio for Memory Politics, das sich um eine transozeanische Erinnerungspolitik bemüht, die sowohl Leerstellen und Risse wie auch mögliche Dialoge in einer postkolonialen Welt artikuliert. Derzeit zeigt sie in Kollaboration mit Stefanie Knobel A heavy, heavy duty – where the cotton lies in einem ehemaligen Baumwollmagazin in Wetzikon. Seit 2017 lebt sie abwechselnd in Zürich und Jakarta, Indonesien.
www.angelawittwer.com